Das Prokart Raceland Wackerdorf begrüßte am Wochenende 6./7. April die Teilnehmer des ADAC Kart Masters endlich zum ersten Rennen des Jahres. Über 160 Fahrer gingen bei schönstem Frühlingswetter an den Start – darunter natürlich auch die Piloten von RMW Motorsport. Fahrercoach Christian Wangard ist zufrieden mit dem Beginn der Rennsaison: „Ich würde sagen, der Start hat recht gut geklappt. Am Anfang der Woche hatten wir einige Probleme, die wir glücklicherweise zum Rennwochenende beheben konnten. Aber man hat ganz klar gesehen, wo wir noch Schwächen haben.“ Seiner Meinung nach sei das Fahrerfeld extrem stark gewesen und der eine oder andere Fahrer habe sich am ersten Wochenende noch etwas schwer getan. Trotzdem gibt sich der Koblenzer zuversichtlich: „Wir wissen genau, an welchen Schrauben wir noch drehen müssen, damit wir in Ampfing noch schneller werden.“

Wie sehen denn die diesjährigen Titelambitionen bei RWM Motorsport aus? Wangard: „Ich denke schon, dass wir mit dem einen oder anderen Titel dieses Jahr liebäugeln und dass wir auch im Stande sind, die nach Hause zu fahren.“ Um dieses Ziel zu erreichen, sei es nicht nur wichtig schnell zu fahren, sondern auch am Überholen zu feilen. „Um am Ende des Jahres auch einen Meister stellen zu können, müssen wir noch ein wenig am Vorbeifahren arbeiten, sodass wir auch mal die Türe kurz zumachen können. Das hat uns am letzten Wochenende noch gefehlt“, analysiert der einstige Weltmeister. 

Bei den X30 Junioren fuhr zumindest schon mal der 12-jährige Bornholmer Maddox Wirtz im ersten und zweiten Lauf auf den 3. Platz. Davon war Max Dappert bei den X30 Senioren noch ein wenig entfernt. Der Kleinrinderfelder fuhr im ersten Lauf auf Rang 9 und beendete die beiden anderen Läufe jeweils auf dem 8. Platz.

Auch die ADAC Kart Academy war in Wackersdorf mit dabei – bei der einige blutjunge Fahrer zum ersten Mal überhaupt in einem Kart saßen. „Am vergangenen Donnerstag hatten wir da vorab ein paar Einstellfahrten, wo wir viel Arbeit in die „track walks“ gesteckt haben. Ausserdem haben mit den jungen Piloten Telemetrie-Daten ausgewertet und untereinander verglichen. Ein Vergleich unter fünf Piloten ist natürlich schon ein großer Vorteil“, verrät Wangard. Auch mit der Kamera habe man bislang sehr viel gearbeitet und dadurch schon etwas bei den jungen Piloten bewegen können. „Da sieht man, dass wir noch viel an den Basics arbeiten müssen, um für den Rest der Saison auch mal ganz oben auf dem Podest zu stehen“, offenbart der 31-Jährige, der an diesem Wochenende von Luca Lippkau, einen ehemaligen Fahrer des RMW Motorsport Teams, unterstützt wurde.

Die Arbeit hat sich aber auch schon für das erste Wochenende gelohnt. Dem 14-jährigen Geislinger Elijah Alessandro Saia gelang es nämlich in dieser Klasse in allen drei Läufen als Zweiter über die Ziellinie zu fahren.

Schon in drei Wochen lädt das ADAC Kart Masters vom 26. bis 28. April ins bayerischen Ampfing ein. „Darauf freuen wir uns selbstredend schon sehr. Ich hoffe, wir können dann zeigen, welches Potenzial in unseren Fahrern steckt“, erklärt der Fahrercoach voller Vorfreude.

Michael Schulz – 11.04.2019
Foto Michael Schulz