Das Team vom Koblenzer RMW-Motorsport-Team hatte seine Hausaufgaben gemacht. Testen, Daten sammeln, Daten auswerten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, um dann die Karts für jeden einzelnen Piloten so einzustellen, dass sie perfekt liegen. Das war die Vorarbeit, die man im Hause Wangard akribisch genau ausgetüftelt und erledigt hatte. Schließlich wollte man für das Auftaktrennen zu den ADAC Kart Masters 2017, die am letzten Wochenende in Ampfing bei München stattfanden, nichts dem Zufall überlassen. Und so war es extrem hilfreich, dass man bereits am vorangegangen Wochenende die Rennen des Süddeutschen ADAC Kart Cups zur intensiven Vorbereitung genutzt hatte.

Die wechselnden Wetterverhältnisse beim Kart Cup waren zwar eine Herausforderung für die Bambini- und Junior-Fahrer des RMW-Motorsport-Teams, ermöglichten es aber auch, sich für alle Eventualitäten bei den Kart Masters zu wappnen. Der Einsatz hatte sich gelohnt, denn Christian Wangard zeigte sich sichtlich zufrieden mit den eingefahrenen Ergebnissen seiner Piloten: „Unsere drei IAME X30 Junioren haben mich wirklich beeindruckt. Sie konnten sofort an die Leistungen des vorangegangenen Wochenendes anknüpfen und die gemachten Erfahrungen direkt umsetzen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, denn mit einem Podestplatz hatten wir gleich zu Beginn der Saison noch nicht gerechnet.“ Anders lief es allerdings bei den X30 Senioren. “Ein Trainingsrückstand recht sich bei einem derart starken Teilnehmerfeld wie den Kart Masters natürlich sofort. Wenn dann auch noch eine Portion Pech hinzukommt, ist man nicht mehr in der Lage das zu leisten, was eigentlich möglich gewesen wäre.“, ergänzt Christian Wangard. Aber Wangard wäre in seinen eigenen aktiven Zeiten nicht so erfolgreich gewesen, wenn er den Blick nicht sofort wieder nach vorne richten würde: „Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, wo wir noch nachbessern müssen. Das wird uns über den Saisonverlauf mit Sicherheit gelingen und dann werden wir auch in allen Klassen wieder bestmögliche Ergebnisse erzielen.“

Die notwendigen Testkilometer werden bereits für ein Training auf der Kartbahn im oberpfälzischen Wackersdorf angesetzt. „Die Strecke in Wackersdorf wird dieses Jahr elementar wichtig. Allein mit den Masters gastieren wir zwei Mal dort, dann werden wir noch für den Kart Cup vor Ort sein und schlussendlich findet auch der Bundesendlauf dort statt.“, fasst er kurz zusammen. „Die Meisterschaftspunkte werden wir uns nicht durch die Lappen gehen lassen und da eines unserer Heimrennen – nämlich auf dem Hahn im Hunsrück – aus dem Rennkalender des ADAC gestrichen wurde, müssen wir uns eben anderweitig stark machen.“, zeigt sich der Koblenzer voll motiviert.

Aber jetzt geht es vom 5. bis 7. Mai 2017 erst einmal nach Liedolsheim zum Rennen des Westdeutschen ADAC Kart Cups. „Ein Teil unseres Team war bereits am vergangenen Wochenende zum Trainieren und Daten sammeln in Liedolsheim. Ab Freitag ist dann die ganze Mannschaft vollzählig und wird mit Vollgas seine Stärke unter Beweis stellen.“, erklärt Wangard und fügt noch grinsend hinzu: „Und bereit für den nächsten Pokal sind wir natürlich auch.“